Darts-WM: Team Uganda darf nicht einreisen
An der Teamweltmeisterschaft in Frankfurt sollten erstmals Sportler aus Uganda teilnehmen. Doch die Bundesregierung verweigert ihnen die Visa.
Erstmals wollten sie dabei sein. Patrick Ochieng und Juma Said haben in einem afrikanischen Darts-Qualifikationsturnier gesiegt und sollten für Uganda bei der Team-WM antreten, die dieser Tage in Frankfurt am Main stattfindet.
Aber ohne Ochieng und Said. Dem Duo wurde nämlich die Einreise nach Deutschland verweigert, ihr Einspruch gegen die Verweigerung der Visa blieb erfolglos. Nachrücken sollte ein Darts-Duo aus Malawi, die Zweitplatzierten der Afrika-Qualifikation, doch auch die zwei erhielten die nötigen Visa nicht. Nun nimmt Gibraltar teil.
Die Gibraltar Darts Association freut sich. „Wir möchten der Professional Darts Corporation (PDC) für diese Chance danken und wünschen unseren Spielern viel Glück bei der Vorbereitung, um Gibraltar auf der Weltbühne zu vertreten“, heißt es in einer Stellungnahme.
Warum Uganda die Einreise verweigert wurde, weiß die PDC nicht, auch vom Bundesinnenministerium ist keine Antwort zu erhalten, und das Auswärtige Amt äußert sich nicht zu Einzelfällen. Das Fachportal dartsnews.de schreibt ohne Angabe seiner Quelle: „Grund für den Rückzug sind fehlende Einreisegenehmigungen.“
Uganda hatte sich zwar erstmals für eine WM qualifiziert, in der Dartswelt ist aber zumindest Patrick Ochieng kein Unbekannter. „Mein Ziel ist es, Profi zu werden“, erklärte er jüngst in einem Interview, fügte aber hinzu: „Ich benötige Unterstützung von Sponsoren, um in Europa antreten zu können, nachdem ich jahrelang Ostafrika dominiert habe.“
Brisanz erhält der Fall, weil zur zeitgleich stattfindenden Fußball-WM der Männer ein Fifa-Schiedsrichter aus Somalia, Omar Artan, nicht in die USA einreisen darf, was zu internationaler Kritik führte. CNN zitierte einen US-Regierungsvertreter, Artan habe „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“. Derweil verkündete die Uefa, Artan werde im August in Salzburg den Super Cup zwischen Paris Saint-Germain und Aston Villa FC leiten.
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